Schuko Stecker: Hauptmerkmale und Eigenschaften

Strukturelle Beschreibung

Der Schuko-Stecker besitzt für den Außenleiter-Neutralleiter zwei runde Kontaktstifte mit einem Durchmesser von 4,8 mm, einer Länge von 19 mm und einem Achsabstand von 19 mm. Wenn der Stromkreis durch die beiden anderen Pole geschlossen wird, dient ein dreipoliger Schutzkontakt zur Ableitung von Fehlerströmen, die z.B. bei einem Körperschluss entstehen können. Folglich muss der Schutzkontakt zuerst angeschlossen werden, was als voreilend bezeichnet wird. Dies wird beim Schuko Stecker durch streckenseitige Kontaktflächen und die zugehörigen Kontaktfedern der Buchse gewährleistet, wobei die Basisebene der Abdeckung zum Schutz der Kontakte von einem 19 mm hohen Kragen umschlossen ist. Das bedeutet, dass die Kontaktstifte nur von der Seite berührt werden können, wenn sie noch keinen Kontakt mit den Kontaktbuchsen haben.Schuko stecker

Wie man eine Verbindung herstellt und trennt?

Der Schukostecker ist eine Steckvorrichtung, die unter elektrischer Spannung oder Last bestimmungsgemäß gesteckt und getrennt werden kann. Der in einem Schuko-Stecker enthaltene voreilende Kontakt des Schutzleiters ist eine Notwendigkeit für eine solche Steckvorrichtung. Eine Steckverbindung hingegen darf niemals unter Last, in manchen Fällen nicht einmal unter elektrischer Spannung, gesteckt und getrennt werden.

Anschluss von Schuko Steckern

Der Anschluss erfolgt mit einem dreiadrigen Kabel, das einen Außenleiter, einen Nullleiter und einen geerdeten Schutzleiter umfasst. Wie Außen- und Neutralleiter angeschlossen werden, spielt bei CEE 7/4 keine Rolle, da der deutsche Schuko-Anschluss nicht verpolungssicher ist: Der Schutzleiter muss mit elektrisch leitfähigen Gehäusematerialien verbunden werden. Ein Eurostecker-Konturenstecker (CEE 7/17) mit zweiadrigem Kabel kann ebenfalls verwendet werden, wenn das Gerät eine Schutz Abschirmung hat. Verfügen solche Geräte über einen Schutzleiter, sollte dieser nur in der Schutzkontaktsteckdose angeschlossen und geräteseitig kurzzeitig unterbrochen werden.

Schuko Stecker: Strom und Spannung

Bei der Verwendung des Schuko steckersystem ist mit einer Spannung von 207 V bis 253 V (Nennspannung: 230 V, Toleranz 10 %) bei 50 Hz (Toleranz 2,5 Hz) zu rechnen. Nach IEC 60309 sind blaue Stecker, oft auch als “Camping- oder Caravan Stecker” bezeichnet, für hohe Dauerströme (bis maximal 16 A) besser geeignet, da ihre Kontakte größer sind und ein höherer Kontaktdruck möglich ist. Das Schuko-System kann bei gleichen Leitungsquerschnitten und Nennströmen mehr als die doppelte Leistung übertragen, da die Nennspannung mehr als doppelt so hoch ist wie die des 110V-US-Stecker Systems (Steckertyp A B).

Kompatibilität, kategorien

Deutschland (F), Frankreich und Polen (E), Italien (L), Europlug (C), Vereinigtes Königreich (G), Schweiz (J), Indien (D), Dänemark und Grönland (K), Australien und China (I), Israel (H), Vereinigte Staaten von Amerika (US) (B und A). Trotz ihrer elektrischen Kompatibilität ist das 2P-T-System (Steckertyp E) mechanisch nicht mit dem Schuko-System kompatibel, da die Erdungsfedern der Steckdosen mit den französischen Steckern und der französische Erdungsstift mit dem Schuko-Stecker kollidieren. Infolgedessen wurde das CEE-7/7-System geschaffen, das breiter angelegt ist. Es handelt sich um einen Steckertyp, der beide Schutzsysteme mechanisch miteinander verbindet.
Eine weitere Möglichkeit ist das Gost-7396-System, eine Schuko-Variante mit geringerem Durchmesser der spannungsführenden Stifte, die in verschiedenen osteuropäischen Ländern und Teilen Russlands verwendet wird. Der so genannte Konturenstecker ist eine CEE 7/17-Variante des CEE 7/7-Systems, die keine Sicherheits Anschlüsse hat. Der Stecker hat die gleiche Grundfläche wie das Original, ist aber weniger tief und hat Aussparungen für die beiden Schutzkontaktsysteme. Dieser Stecker wird häufig bei schutzisolierten Geräten wie Staubsaugern oder Haartrocknern verwendet, die mehr als 2,5 A Strom verbrauchen, und ist daher im Anwendungsbereich des Eurosteckers nicht mehr zugelassen.
Die Stifte des Konturensteckers sind wegen der Zulassung für höhere Ströme auf der gesamten Länge leitfähig, und die Abdeckung mit den Aussparungen für die Erdungskontakte dient dem Fingerschutz.Der Eurostecker nach CEE 7/16 ist ein einfacher, schuko kompatibler Stecker ohne Schutzkontakt. Die Stromanschlüsse haben immer noch den gleichen Abstand zueinander, sind aber bei dieser Version dünner. Aufgrund der schmaleren Kontakte kann dieser Stecker auch in italienischen oder spanischen Steckdosen verwendet werden. Dieser Stecker passt auch in die Schweiz SN 441011) und den dänischen Stecker Typ K) aufgrund der flachen Bauform und der damit wegfallenden Sicherheitsanschlüsse. Er ist für die Verwendung mit schutzisolierten Geräten zugelassen, jedoch nicht für Geräte mit hohem Stromverbrauch (maximal 2,5 A). Der Eurostecker ist in der großen runden Öffnung einer Schuko-Steckdose berührungssicher, weil die Kunststoffstifte die Leiter abdecken und nur vorne eine kurze metallische Ummantelung haben; dass die Stifte nicht parallel, sondern leicht konisch zueinander stehen und etwas elastisch verankert sind, macht sie berührungssicherer.

Schukosteckdose: Sicherheit

Der Kragen der Steckdose, der den gesamten Stecker Fuß umschließt, und die Berührung, die erst erfolgt, wenn der Stecker halb eingesteckt ist, bieten Schutz vor Berührung. Da Euro-Steckern dieser Schutzkragen fehlt, sind die leitenden Kontaktstifte nur 9 mm lang, wobei die oberen 10 mm isoliert sind. Der Schutzkragen verhindert das Einstecken von Rundsteckern, die früher für Geräte der Schutzklasse 0 (ungeerdet, keine Schutzisolierung nach Schutzklasse II) verwendet wurden, in geerdete Steckdosen. Nicht geerdete Steckdosen hingegen sollten zwar Schuko-Stecker aufnehmen können, der Berührungsschutz ist jedoch nicht immer gegeben, da solche Steckdosen oft nur einen unteren oder gar keinen Schutzkragen haben. Da in diesem Fall keine Erdung vorhanden ist, besteht der einzige Schutz gegen Stromschlag in den isolierenden Eigenschaften des umgebenden Raums, und auch die Abmessungen des Steckers machen es unmöglich, ihn in einer einpoligen geerdeten Steckdose oder Kupplung zu verwenden. Die leitfähigen Gehäuseteile von Geräten der Schutzklasse I sind durch den voreilenden Schutzkontakt geerdet, bevor die Kontaktstifte die unter Spannung stehenden Buchsen erreichen. Die Schutzmaßnahmen gegen indirektes Berühren treten sofort in Kraft.

Schutz gegen Verpolung

Das Schuko-System ist verpolungs gefährdet. Durch Drehen des Steckers um 180 Grad kann der Außenleiter mit dem Neutralleiter vertauscht werden, wobei die Polarität der beiden stromführenden Drähte bei der Einführung des Schuko-Systems nach dem Ersten Weltkrieg noch keine Rolle spielte: Damals war es noch üblich, mit einer Dreieckspannung von 220 V (Drehstrom 3 127 V) zu arbeiten. Bei den heute weit verbreiteten TN-Systemen hingegen liegt die gesamte Spannung gegen Erde auf einem Leiter, dem Außenleiter, mit einer Sternspannung von zunächst 220, heute 230 V (Dreieckspannung zunächst 380, heute 400 V). Der Neutralleiter hingegen ist über die Potentialausgleichsschiene der Hausinstallation geerdet. Wenn der Strom über den am Leitungswiderstand entstehenden Spannungsabfall fließt, hat der Neutralleiter ein anderes elektrisches Potential als der Schutzleiter, der dadurch beeinflusst wird. Polung der 1937 entwickelten Schweizer T13-Steckdose von vorne gesehenSchutzleiter (grün-gelb in der Mitte) Außenleiter ist braun (rechts).
Der seitlich versetzte Schutzkontakt und die eng definierte Anordnung von Außen- und Neutralleiter schützen auch das 1937 entwickelte Schweizer Stecksystem Typ 13 vor Verpolung. Alle heutigen Steckerformen, wie das 1947 eingeführte britische System (Steckertyp G) und das 1986 vom Schweizer System T13 abgeleitete und als Welterlösung angebotene System IEC 60906-1, sollen gegen Verpolung schützen. Diese modernen Systeme haben gegenüber dem Schuko-System den Vorteil, dass auch ein einpoliger Geräteschalter immer den stromführenden Außenleiter gegen Erde unterbricht, so dass die Spannung immer am Sockelkontakt der Glühbirne und nicht am leichter zu berührenden Gewinde anliegt und z.B. im ausgeschalteten Zustand kein Kontakt der Fassung aktiv ist. Dies ist abhängig von der Richtung, in der der Stecker in die Steckdose des Schuko-Systems gesteckt wird. Es gibt keine Vorschriften, auf welcher Seite einer Schuko-Steckdose der Außenleiter angeschlossen werden muss. Es wird jedoch empfohlen, dies während der gesamten Installation beizubehalten. Wird der Außenleiter bei waagerecht ausgerichteten Polen links angeschlossen, ist die Kompatibilität mit dem französischen System zumindest für den typischsten Anwendungsfall (Winkelstecker mit nach unten gerichtetem Kabel) gegeben.
Schuko stecker

Schuko-Stecker: Erhöhter Durchgangswiderstand

In den meisten Fällen sind die Steckdosen nicht einzeln gegen das Einstecken von Gegenständen geschützt. In Deutschland sind solche Schutzvorrichtungen jedoch in Kindergärten vorgeschrieben und werden häufig unter den Bezeichnungen “Kinderschutzsteckdose” oder “Steckdosensicherung” diskutiert. Ziel ist es, elektrische Missgeschicke zu vermeiden. Während links die blanken Anschlüsse zu sehen sind, werden die Öffnungen rechts mit zwei Steckern verschlossen. SCHUKO-Doppelsteckdose: links ohne, rechts mit erhöhtem Berührungsschutz: Während links die blanken Kontakte sichtbar sind, werden die Öffnungen rechts mit zwei Stopfen verschlossen. Die Stecker haben eine abgeschrägte Oberfläche und dürfen sich nur zur Seite bewegen, wenn die Kontakte des Steckers gleichzeitig in beide Öffnungen gedrückt werden. Wenn nur eine der beiden Öffnungen gedrückt wird, bleiben die meisten aktuellen Modelle geschlossen. Der Verschluss springt nur dann zurück und gibt die Löcher frei, wenn ein Stecker mit gleichem Druck beide Öffnungen berührt.Nachrüstbare Abdeckungen sind erhältlich, müssen aber jeweils entfernt werden, bevor die Steckdose benutzt werden kann. Dies kann mit Hilfe eines speziellen Schlüssels oder durch Einstecken der Steckerkontakte geschehen.Sogenannte “Kinderschutz Platten” bleiben dagegen in der Steckdose. Wenn der Stecker in die Aussparungen der Platte gedrückt und gleichzeitig gedreht wird, werden die Öffnungen der Steckdose freigegeben. Da diese Einsätze die Kontaktstifte weniger tief eindringen lassen, ist eine sichere Verbindung möglicherweise nicht möglich. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass sich das Stecksystem durch die erhöhte Belastung erwärmt. Die Größe von Steckvorrichtungen darf nach den österreichischen elektrotechnischen Vorschriften VE-IG 31c/1988 durch nachträglich angebrachte Geräte nicht verändert werden, weshalb diese Einsätze vom Markt verbannt wurden, auch die Proportionen dürfen nach VDE-Normen nicht angepasst werden.

Andere Systeme im Vergleich.

Im Vergleich zum noch älteren amerikanischen System und zu Systemen ohne Schutzkontakte galt das Schuko-System viele Jahrzehnte nach seinem Erscheinen als eines der sichersten Steckersysteme, das sich auszeichnete durch:Fingerschutz (keine Kontakte – außer den Schutzkontakten – sind mit den Fingern erreichbar),Schutzkontakt in der Leitung, der sicher greift,gute mechanische Belastbarkeit,strom starke Verbindungen (bis zu 16A)Inzwischen sind die Vorteile des Schuko-Systems nicht mehr mit denen moderner Ansätze vergleichbar. Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte genannt:

Schuko Stecker: Farben des Produkte

Schuko-Steckdosen gibt es in verschiedenen Farben und werden in verschiedenen sicherheitskritischen Umgebungen wie Krankenhäusern eingesetzt. Die Farbkennzeichnung ist nicht einheitlich. Häufig werden Farben wie diese gewählt: Bedeutung der Farbkennzeichnung Bezeichnung (neutral) Eine reguläre Steckdose, die direkt an die örtliche Stromquelle angeschlossen ist.EDV-Netz in rot Getrennte Verteiler und ein EDV-Netz mit Überspannungsschutz. Diese Anschlüsse werden manchmal durch galvanische Trennung mit Trenntransformatoren vom Netz abgesichert. Bei einem kurzfristigen Ausfall können die Anschlüsse auch mit Hilfe einer USV für einige Sekunden überbrückt werden.ZSV orange Ein batteriegepuffertes Netz stellt ein zentrales Sicherheits Versorgungsnetz mit unterbrechungsfreier Stromversorgung dar. Zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Infrastruktur in Intensivstationen, wie z.B. OP-Beleuchtung, Beatmungsgeräte, Herz-Lungen-Maschinen und PatientenüberwachungSV-Sicherheitsversorgung grün Wie bei der ZSV kann die Sicherheitsversorgung batteriegepuffert werden. Diese kann jedoch in der Regel nur zur Überbrückung bis zum Vorhandensein eines Notstrom Systems genutzt werden.gefiltertes, aber nicht ausfallsicheres Netz; auch hier liegt ein sauberes Strombild vor, so dass keine nichtlinearen Verbraucher angeschlossen werden sollten.

Verschluss mit Bajonett

Der Stecker hat einen Bajonettverschluss, die Abdeckkappe ist offen. Der Gummidichtung ist am Stecker gut sichtbar (schwarz).

Schuko Stecker: Normen

Der Schuko Stecker ist in den Normen wie folgt beschrieben: 10 A, 250 V und 10 A, 250 V-, 16 A, 250 V; Hauptabmessungen: DIN 49440 Zweipolige Steckdosen mit Schutzkontakt, 10 A, 250 V und 10 A, 250 V-, 16 A, 250 V; Hauptabmessungen: DIN 49440 Zweipolige Steckdosen mit Schutzkontakt, 10 A, 250 V und 10 A, 10 A, 250 V-, 16 A, 250 V-, DIN 49441 Zweipolige Stecker mit Schutzkontakt, 10 A, 250 V-, 16 A, 250 V.2021-02 DIN VDE 0620-1 (VDE 0620-1): Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und andere Bereiche – Teil 1: Anforderungen an ortsfeste Steckdosen im Allgemeinen IEC/TR 60083: IEC-Mitgliedsländer normieren Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und vergleichbare allgemeine Anwendungen.Mai 2004, Internationale Elektrotechnische Kommission. Dieses 359-seitige Papier enthält alle nationalen Normen für Haushaltssteckdosen und -stecker aus aller Welt. Sie ersetzt die CEE-Publikation 7, die 1963 veröffentlicht wurde und nur europäische Systeme abdeckte.

Schuko Stecker: Hauptmerkmale und Eigenschaften

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